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Full text of "Uber Lepidoptera aus Mkatta und Morogoro in Deutsch Ost-Afrika, nebst Beitragen zur Kenntnis afrikanischer Taragama-Arten"

\jP Biodiversity 
fe^HeriUge 

http://www.biodiversitylibrary.org 



Archiv furgeschichte. 

Berlin :Nicolai,1912- 
http://www.biodiversitylibrary.org/bibliography/12938 



V.78 Heft 1-4 1912: http://www.biodiversitylibrary.org/item/47510 

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Contributed by: American Museum of Natural History Library 
Sponsored by: American Museum of Natural History 



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http://www.biodiversitylibrary.org/pdf1/000516900047510 



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Uber Lepidoptera aas Mkatta and Morogoro 

in Deutsch Ost-Afrika, nebst BeitrSgen zor 

Eenntnis afrikanischer Taragama-Arten. 

m 

Von 

Embrik Strand. 



Die im Folgenden bearbeiteten Lepidoptera aus 




und 



Morogoro wiirden gesammelt von den Herren Gebriider Scbonheit 
und dem Berliner Museum iiberwiesen von Herrn E u d o 1 f 
Schonheit. Im AnscHuB an diese Bearbeitung habe icb eine 
tlbersicht der mir bekannten afrikaniscben Arten der Lasiocampiden- 
gattung Taragama Mr. gegeben. Die Typen samtlicher Novitaten 
gehoren dem Berliner Zoologiscben Museum. 



!• Lepidoptera von Mkatta, gesammelt X. 1908 — ^VII, 1909. 

Fam, Danaididae. 
1. Danaida cJirysiffus L. 1 (^ 2 $. 20. X. 1908. „Haufig. Lang- 



samer Flug. 



horend. 



2. Danaida dorippus Klug. 3 $ ; 2<^ zur f . infumata Auriv. 



9> 






III. 09. VI. 09. XII. 09, 1.09. 



Vomebmer, langsamer Flug. 20. X 



08 



Fam. Sa 



it 




e. 



3a. Melanitis leda L. africana Fnibst. 1 (J 5 $. 

3b. Melanitis leda L. fulvescens Gn. 6 (^ 5 $, darunter 2 (J und 4 $ 
der friiber von Aurivillius als ismene Cr. bezeichneten Form. 6. X, 09 
u. VI. 09. 

4. 




Itis safitza Hew. 2 (^ : 1. 1909. 

Fam. Nymphalididae. 
Subfam. Acraeinae. 



5. Pardopsis punctatissima 
in der Steppe, nicht baufig. 20. X. 




(( 



Unicum. „Langsamer Flug 



6a. Acraea caldarena Hew. 1^ 2 $ (1 ?: III. 09. 
6b. Acraea caldarena Hew. nelusca Obertb, 1 ?. 

Subfam. Nymphalidina^. 



7. Precis oenone L. cehrene 




p"*-i 



1 2 : XII. 09. 



r 



8. Precis terea Drury elgiva Hew. 1 (^ 1 $ : XII. 08. 






9. Precis natalica Feld. I (^ 1 2 (IV. 09 




, VII. 09 [$]). 



* m *' 



10. Salamis anacardii L. nehulosa Trim. 1 ^ : III. 09. 

L. 3 (? (1 (J: III. 09). 1? 




• 11. 
oifvoides Btl.: 1.1909. 




ab. al- 



5* 



68 



Embrik Strand: t)ber Lepidoptera 




oisd, var 
Boisd, ab. 




Ic^ 



g liegt ein von Aurivilliu 
bestimmtes Stiick (c^) von: S. W. Mada 
(Voeltzkow) vor, das eins der beiden von Aurivillius in seiner 






von Voeltzkows Ansbeute 




p. 319) be- 



sprochenen Exemplare ist. Diese Form ist aber durchaus nicbt mit 
platyptera identiscb, weicbt aber aucb so deutlich von der Haupt- 
form ab, daB sie mit dieser nicht vereinigt werden kann. Von der 
Hanptf orni; wie diese mir in mit der Originalabbildung iibereinstimmende 
Exemplare vorliegt, weicht Aurivillius' Form durch Folgendes ab : Die 
weiBe Binde der Hinterfliigel ist noch breiter (langs der Rippe 
2 : 5 mm, langs der Rippe 6 : 7 mm breit) und auBen mehr gleichmaBig 
genmdetbezw. keine scharfen Ecken bildend, auch nicht an der Rippe 6, 
wabrend der Innenrand der Binde an derselben Rippe (6) nur ganz 
scbwach eingescbnitten ist; der weiBe Fleck im Felde 6 zwischen der 
Binde und dem weiBen Fleck an der Spitze ist fast rudimentar, nur 

erhalten und von dem ebenfalls kleinen 



ein 





als 

Vorderrandfleck weit getrennt, Aucb im V o r d e r f 1 ii g e 1 ist die 

Hinterhairte der weiBen Binde wenigstens im Dorsalfelde und im Felde 
3 breiter (je 5 mm breit), die 3 der AuBenseite dieser Binde fast be- 
riihrenden weiBen Flecke sind kleiner und scblieBen keinen scbwarzen 
Punkt ein; zwischen dem Costalfleck und dem hinteren Teil der Binde 
findet sich wie an der Originalabbildung (in: Boisduval, Faune Mada- 
gascar, t.S^f.S) ein kleiner, isolierter, weiBer Fleck, der deutlicher ist 
als bei platyptera, aber die beiden Teile der Binde nicht, wie es bei 
den mir vorliegenden Exemplaren der Hauptform der Fall ist, ver- 
^" ^ -"- . Zwischen dem Costalfleck der Binde und der Fliigelspitze finden 








nur Anaeutungen weii^er JiecKe; der Costalfleck ist am Vorder- 
rande verschmalert und ein bis zweimal linienschmal unterbrochen. 
An der Unterseite ist das Wurzelf eld beider Fliigel mit dunklen 
Querzeichnungen etwa wie bei platyptera versehen, die jedoch im 
Vorderfliigel noch scharfer markiert sind und eine mehr netzformige 
Zeichnung bilden; beide Fliigel unten mit weiBer S 
die etwa 2 mm breit, scharf markiert und nur im Vorderfliigel deutlich 
unterbrochen ist; durch diese Binde allein laBt die Madagaskarform, 
f iir die ich den Namen ab. pseudoplatyptera m. vorschlage, sich sowohl von 
fulgurata f. pr., als von platyptera leicht unterscheiden. — Fliigel- 
spannung 45, Fliigellange 26 mm. 




13. Byblia 




ia Drury polmice Cr. (Auriv.) 1 <^. 



14. Byblia acheloia Wallgr. vulgaris Stgr. \^\ XL 1908. - 

15. Neptis saclava Boisd. 1 (^: 10. XI, 08. 

16. Nepis agatha Cr. 1 ?: 10. XI. 08. 

17. Leucosticha {Hamanumida) daedalus F. meleagris Cr, 



1 ?• 



18. Eufhaedra neophron Hopff. 1 c^. — AuBerdem 3^^^ von Ki- 
mamba, April — ^Mai 1909, mit dem Vermerk: „schwer zu fangen". 

19. Charaxes varanes Cr. vologeses Mab. (forma f bei Kothschild). 



aus Mkatta und Moro^'oro in Deutscli Ost-Afrika. 



69 





20. Myrina ficedula Trim. Ic^: V, 1909. 

21. Hypolycaena philippus F. 1 $. 

22. Axiocerses harpax F. oder perion Cr. 1 $: 10. III. 09. 



Ob diese beiden Fornien spezifisch verschieden sind oder nicht 



oder ob sogar mehr als zwei Art en unter 





zusammen 



geworfen sind, ist noch eine Frage, aiif die ich hier nicht eingehen kann, 
und muB ich daher das vorliegende Stiick ohne definitive Bestimmimg 
lassen. — An der Oberseite ist die Kandbinde der Vorderfliigel wie bei 
^Jiarfax'\ die schwarzen Flecke flieBen aber zu Binden zusammen 
wie bei ,,perion'' ; die Unterseite der Vorderfliigel ist etwa wie bei perion 
nach Cramers Bild, die Unterseite der Hinterfliigel stimmt aber 
ganz mit keiner der vorliegenden Figuren beider Formen. 







. 2^: IV. 09. 
24. Cupido gaiha Trim. 1 Ex. ohne Vorderbeine: III. 09. 





25. Leptosia alcesta Cr. 4 Bxemplare: 10. XI. 08 u. 11.09. 
6. Pieris gidica God. iveslwoodi Wallgr. 2 ^. 

27. Pieris sevemia Cr. S^ 2 $. Ein Parchen in Kopula: XI. 08. 

28. Teracolus ione God. 1 <? 2 $ (cJ? : XII. 08). 

29. Teracolus hacchus Butl. 3 ^ : VI. 09. 

30. Teracolus antigone Boisd. pJilegetonia Boisd. 1 (^. 

31. Eronia leda Boisd. 1 ?: XII. 08. 

32. Eronia huqueti Boisd. 2^ 1^{^: 10. XI. 08). 



33a. Catopsilia florella F, 1 <^ 2 $. 

. Catopsilia florella F. ab. pyrene Swains. 3 $: XI. 08 
34. Terias brenda Doubl. Hew. 3 (^ : XII. 08. 




35. 
36. 




Fam. 

demodocus Esp. 
leonidas F. 1^: 10. XI. 08. 




37. Papilio aniheus Cr. nyassae Btl. 1^: 10. X. 08. 

Fam. Sphingidae. 

38. Polyptychus grayi Wlk. /. pr. l^: III. 09. 

39. Nephele comma Hopff. derasa Rothsch. Jord. 2 Ex. : 18. XII. 08. 

40. Basiothia medea F. Unicum. 



Fam. Saturniidae. 



41. Gonimhrasia 
groBer dorniger Raupe*^ 




Wlk. 



1(^: „IX. 1909, gezogen aus 



42. Micronia dep 




Fam. Uraniidae. 
Pag. 1 ^. 







Embrik Strand: Dber Leiiidoptera 



Fam, Geometridae. 
Allochrosis Strand n, g. Geometridarum. 

Mit HypocTiTOsis nahe verwandt, aber die Fiililer (des $) einfach 
fadenformig und die Hinterfliigel an der Rippe 4 eine kleine Ecke 
bildend. — ^ Die Palpen vorgestreckt, die Stirn wenig iiberragend, 
mit maBig langen Schuppenhaaren bekleidet. Die Hintertibien (des $) 
subzylindrisch, dicht beschuppt, aber nicht behaart, mit 2 Paar Sporen, 



von denen die proximalen die langsten sind. Vorderfliigel subtriangular, 



Saum sehr wenig gebogen und 



wenig 




Hint err and gerade, 

Vorderrand fast gerade, nnr am Bnde leicht gekriimmt, die Lange des 



Hinterrandes gleicb zwei Drittel des Vorderrandes. 
chrosis suriens Strand. 



Type : 




43. Allochrosis suriens Strand n. sp. Bin ^ vom 30. X. 08. 

Beide Fliigel oben schmutzig hellgraulich mit hellbraunlich ocker- 
farbiger Bestaubung, die in der Apicalhalfte am dichtesten ist und mit 
vereinzelten schwarzen Punkten und folgenden scbwarzen Flecken: 
Im Vorderfliigel zwei kleine, in Langsreihe angeordnete, unter sich 
um 2 mm entfernte Punktflecke in der Zelle; ein ebenfalls sehr kleiner 
Fleck im Felde 6, der vom Saume um 3, vom Vorderrande um 2 mm 
entfernt ist; hinter dem proximalen der beiden Flecke in der Zelle 
befinden sich 2 ganz kleine und undeutliclie Fleckchen, von denen der 
hintere auf dem Innenrande liegt und welche zusammen mit dem Zell- 
fleck eine etwas sclirag gericbtete Querreihe bilden; ein viel groBerer 
scbwarzer Fleck findet sich im Felde lb: 1,5 mm breit, 1 mm lang, 
wurzelwarts konvex gebogen, innen eine vom Hinterrande bis zur 
Rippe sich erstreckende, gerade, schwarze Querlinie fast beriihrend; 




ist im Analwinkel ein schwarzer Fleck 





angedeutet. 
schwarzen 



Die Hinterfliigel zeigen nur ein en 
Fleck, der sich auf der Discozellulare befindet; eine sublimbale, etwa 
2 mm vom Saum entfernte Fleckenreihe ist angedeutet und der Saum 
beider Fliigel ist sparlich schwarz punktiert. Auf der Unterseite der 

W--W *i ^^#* \ ■•ft 1 * 11* 1 % TTII 1 ^ -l _. _ — ^. ^"L _ ^_f 1^ ^ - 



Hinterfliigel tritt die 



Fleckenreihe ganz scharf hervor 



(aus etwa 7 Flecken bestehend) und ebenso der Discozellularfleck der 
Hinterfliigel und der distale der beiden Flecke in der Zelle der Vorder- 
fliigel, f erner der groBe Fleck im Felde lb der Vorderfliigel ; von letzterem 
Fleck ist eine bis zum Vorderrande sich erstreckende dunkle Flecken- 
reihe angedeutet. Der ganze Korper, sowie die Extremitaten sind von 
der graulich ockerfarbenen Farbung der Fliigel, soweit erkennbar 



ohne Zeichnungen. 
12 mm. 



Fliigelspannung 31, Fliigellange 16, Korperlange 



44. Nemoria coryphata Feld. et Rog. 
1 ? von Mkatta. IV. 1909. 
Beide Fliigel grasgriin, auBerst 




und undeutlich weiBlich 



gewassert, mit feinem braunem Discozellularpunktfleck, die Voider- 



Wurzel 



Q 



um 8,5, 



Wurzel 



• 



au8 Mkatta imd Morogoro in Deutsch Ost-Afrika. 



71 



Der Vorderrand der Vorderfliigel ist grauweiBlich, der Sauni beider 
Fliigel linienschmal braiin und zwar an der Spitze der Hinterfliigel am 
breitesten. Ganze Unterseite der Fliigel weiBlichgriin (im Grunde griin 
mit weiBlicher Bestaubung), die Vorderfliigel am Ende remer griin; 
eine durch das Fehlen der weiBlichen Beschuppung gebildete post- 
mediane Querlinie ist auf beiden Fliigeln unten angedeutet. Der Disco- 



zellularfleck der Vorderfliigel groBer als oben. Korper bellgraulich 



mit gelblicliem und braunlicbem 




inimer. Thorax und Basis des 



Abdomen oben griin. Augen tiefschwarz. Palpen rotlichbraun an- 



geflogen. 
10 mm 



Fliigelspannung 25, Fliigellange 13, Korperlange etwa 



Die Zugehorigkeit zu der im Novara-Werk als Racheospila corypJiata 
beschriebenen Art scbeint soweit nach der nur die Oberseite dar- 
stellenden Abbildung zu urteilen, zweifellos zu sein; daB die Saum- 
zeichnung nieines Exemplars nicht ganz so wie an der Figur hervor- 

, kommt einfach daher, daB das Stiick nicbt ganz tadellos er- 
halten ist und insbesondere die Fransen zum groBen Teil abgerieben 
ind. 







crocata 



46, Sapelia tavetensis Holl. 



c? 1? 



c? 



47. Dasychira mhattana Strand n. sp. 

Ic^ an Koder V. 1909. 

Vorderfliigel hell braunlichgrau mit feiiien schwarzen Zeichnungen : 
Eine subbasale Querlinie, die unter der Costa in einen spitzen, basal- 
warts offenen Winkel gebrochen ist; in 5 mm Entfernung von der Fliigel- 
wurzel ist eine ganz kurze, zickzackformig gebrochene Querlinie, die 
durch einige feine dunkle Punkte mit einem Punktfleck auf dem Innen- 
rande verbunden ist, welche Punktreihe wohl mitunter eine zusammen- 
hangende Linie bilden; eine weitere, ebenfalls unvollstandige (unter- 
brochene) und zickzackformige Querlinie ist auf dem Vorderrande 
durch einen von der Basis um 10 mm entfernten Fleck angedeutet, 
zeigt dann 2 — 3 Punktflecke im Dorsalfelde und auBerdem bezw. 
dazwischen eine undeutliche Verbindungslinie oder feine Piinktchen, 

Linie bildet saum warts und einen (mittleren!) 
offenen Winkel und ihre beiden Eiiden sind schrag saumwar 
betreffenden Rand gerichtet; eine Reihe (etwa 9) scharf hervortretende 
schwarze, heller umrandete Saumflecke, sowie vom Saum 





Querreihe 



Unten sind 



die Vorderfliigel einfarbig braunlichgrau mit hellerem Hinterrande. 
Hinterfliigel oben graulich, unten weiBlich. Kopf und Thorax braunlich- 
grau, Abdomen etwas heller, aber oben an der Basis zeigt er einen 
schwarzen Punktfleck (ob zufallig?). Fiihlerschaft weiBlich mit braun- 
graulichen Kammzahnen. Beine weiBlich bis braungrau. — Fliigel- 
spannung 30, Fliigellange 15, Korperlange 13 mm. 



• 



72 



Embrik Strand: tFber Lepidoptera 



Fam. Ardiidae. 
48, Diacrisia maculosa Stoll investigator um Karsch. \^\ 11.09 




49. Chloridea 

50. Hadena Schonheiti Strand 
Ein ^ von Mkatta III. 09. 

Griinb. (in 
4. p. 127), aber bei dieser caekhs 



Fam. Nodtuidae. 

Ein 




? 



n 



sp 





Erg. Forsch 



jrrun 



dfarb 



e 




mehr graulich, der tiefschwarze Langsfleck (siehe unten!) fehlt usw. 
Hat ferner etwas Ahnlichkeit mit der Polia fuscirufa Hmpsn. (In: 
Cat. Lep. Phal. V. pi. LXXXI. f. 4), unterscbeidet sicb aber auf den 
ersten Blick durch einen tiefschwarzen Langsfleck im Dorsalfelde der 
Voider fliigel; dieser ist 2 mm lang, kaum halb so breit und ver- 
bindet die postmediane und antemediane belle Querlinie des Fliigels, 
welcbe beide hochst nndeutlich und groBtenteils in Flecken aufgelost 
sind; die postmediane Querbinde ist am Innenrande um 8, am Vorder- 
rande um 10 mm von der Fliigelwurzel entfemt und erscbeint z. T. 
doppelt; subparallel zu dieser Querlinie, in 2 — 3 mm Entfemung von 



derselben, ist eine sutlimbale, in 5 — 6 Flecken 




aufgeloste 



Binde oder Linie, die sicb zur Not bis zum Analwinkel verfolgen laBt; 
eine Reibe wenig deutlicber, scbwarzer, dreieckiger Saumflecke wecbseln 
mit nocb undeutlicberen hellen Saumflecken. Die Fransen zeigen zwei 



duiikle 




und sind undeutlich 





Nieren- und Ringmakel, unter sicb um den Langsdurcbmesser der 
letzteren entfemt. Die antemediane Querlinie ist scbwer erkennbar; 
in etwa 4 mm Entfernung von der Fliigelwurzel sind 2 in Queneibe 
angeordnete belle Punkte. Die vordere Halfte der Fliigelwurzel mit 
einem balbkreisformigen hellen, vorn offenen undeutlicben Ring. 
Costalrand nur in der Endbalfte heU punktiert. Die Grundfarbe der 
Vorderflugel ein wenig dunkler, als an der angegebenen Figur ange- 
deutet. — Die belle Partie der Hinterfliigel mebr weifilicb als an 
der angegebenen Figur, obne dunklenDiscozellularstricb. — Vorderfliigel 
unten graubraun, am Innenrande beller, die Hinterfliigel im Grunde 
wie oben, nur im Costalf elde graubraunlicb ; alle Fliigel unten mit An- 
deutung einer dunklen Postmedianquerlinie. Hinterleib oben und 
unten wie bei der verglichenen Art, die Analbiirste mebr braungelb, 
die maBig lange, abstebende Bebaarung der Beine schwarzlicb. Augen 
grauscbwarz, braunlicb scbimmemd und mit scbwarzen Flecken. 
Fliigelspannung 30, Fliigellange 15, Korperlange 14 mm. 

51. Nydipao macrops L. 2$: IV. 1909 u. 1. 11.09. 

52. Cyligramma latona Cr. 7(^ 1 $ ((^: 21. XL 08 ,,Das Ex. fing 
sicb nacbts in einem offenen Compottin. Scbeint ein Leckermaul zu 
sein.") (?: L09). 

53. Miniodes discolor Gn. 1^ 1? (cJ: 20.X.08, ?: V.09, an Koder). 

54. Audea variegata Hamps. 1(^ 2$ ($: V. 09 und 11.09). 

55. Homoptera glaucinans Gn. 1 <^ 1 ? (VL 09). — 1 cJ (mit an- 
geklebten Fiiblern?) von IL 09. 



aus Mkatta und Marogoro in Deutsch Ost-Afrika, 



*?3 




glaucinans var 




uncta Wlk. 1 $ 



Homoptera glaucinans var. ligntcolora Strd. n.var. 1 $: IIL 09 



Unter den schon 




enen Formen dieser Art wohl 




delineosa Wlk. am nachsten verwandt. Quer iiber die Vorderfliigel 
zieht eine fast einfarbig schwarze Binde, welche nicht nur das eigentliche 
Medianfeld einnimmt, sondern sich auch noch als eine 1 — 1,5 mm 
breite Binde der Aufienseite der Postmedianlinie anliegt, so daC das 
hell braunlichgraue Saumfeld mir nocli als eine etwa 4 mm breite Binde 

bleibt. Wurzelfeld dunkelbraun. Hinterfliigel normal. 

Remigia repanda F. 2 (^ 2 $ {(J : 30. III. 09 an Koder), 

Remigia undata F. 1 <^. 

Chalciope hyppasta Cr. 1 $. 

Ophiusa catella Gn. 1 (^ 2 ? (1 ?: V. 09, 1 cj: 30. VI. 09 an 
Koder) 

Wie Hampson in der BestimmungstabeUe in seinen j^Moths of 
South Africa" diese Art in einer Gruppe mit niercatoria unterbringen 
kann und auch ohne andere Unterscheidungsmerkmale als die ver- 
schiedene Grundfarbe und Ausbildung der ante- und postmedianen 
Querlinie anzugeben, verstehe ich nicht, denn diese Tiere sind in der 
Tat sehr verschieden, sodaB 




unberechtigt sein diirfte. 



sogar eine generische Trennung nicht 
SchlieBlich diirfen alle beiden Arten aus der 



Gattung Ophiusa y deren Type algira L. in manchen Punkten stark ab- 



weicht, am besten entfernt werden. 



Wie schon von Guenee in seinen 



Noctuelites III. p. 247 hervorgehoben, unterscheidet sich catella von der 
indischen melicerta schon durch den Fliigelschnitt und dies ist gegeniiber 
mercatoria^ bei der die Fliigel durchaus nicht gewellt sind, in noch 

Grad der Fall. Uberhaupt umfaBt Ophiusa in Hampsons 
Sinne offenbar so viele heterogene Formen, daB eine Revision der 
Gattungshingehorigkeit dieser notwendig werden wird. Wie Hampson 




z. B. seine gonoptera fiir eine 




nusa 



unbegreiflich. 



ausgeben 




ist vollig 




60. Ophiusa mercatoria F. Ein (^ : V. 08 an Koder. 

Ophiusa mercatoria F. ab. signipennifera Strand n, ab. Ein ^ 
von Mkatta IV. 09. 

Die Vorderfliigel weichen von der typischen, fast zeichnungslosen 
Form (cf. Fig. 196 in Saalmiillers Lepid. von Madag. II) so sehr ab, 
daB man versucht sein konnte, das Exemplar als einer besonderen Art 

anzusehen. Von der iibrigens auch bei sonst normalen 
Exemplaren oft sehr wenig deutlichen violetten Binde ist bier kaum 
etwas zu erkennen, um so starker tritt aber die diese innen begrenzende 
dunkle Binde (cf. fig. cit.) hervor: die beiden Begrenzungslinien dieser 
sind dick, sowie stark zickzackformig gebrochen und zwischen denselben 
verlauft eine dritte, noch breitere, dunkle Querlinie oder besser ■ 
Nach auBen zu, in den hinteren zwei Dritteln der Fliigelbreite, liegt 
dieser Binde noch eine weitere dunkle Binde dicht an, so daB das dunkle 
Querfeld ebenda eine Breite von bis zu 13 mm zeigt, 3 — 4 feine helle 
Zickzacklinien einschlieBend. GroB und deutlich ist ferner der bei der 
Hauptform nur angedeutete dunkle Discozellularfleck, innerhalb dieses, 




74 



mbrik Strand: tJber Lepidoptera 





in der Zelle, findet sich ein scharf markierter schwarzer Puuktfleck 
und dann eine das Wurzelfeld begrenzende, 
schwarze Binde von bis zu 2 mm Breite. Von dem wie bei der Hauptform 
vorhandencn weiBen Punktf leek an der Basis zieht ein schwarzer Strieb 
nacb vorn und aiiBen bis zum Vorderrande. Ferner zeigen die Vorder- 



fliigel eine Reihe schwarzer Sublimbalpunkte. 

Trotzdem das Tier auf den ersten Blick von der Hauptform recht 
verschieden aussieht, handelt es sich doch nur um eine Aberration, 
zumal die vorbandenen Zeicbnungen sich bei der Hauptform z. T. in 
der Anlage erkennen lassen. 

61. Ofhiusa lienardi Boisd. 2 Ex. vom Juni 1909. 

62. Ophiusa regulandia Strand n. sp. 
Ein d vom Juni 1909: am Koder. 

Hampsons tJbersicht der siidafrikanischen Ophiusen in: 
Ann. S. African Museum II. p. 336 sq. kommt man auf 0. catella Gn. 
oder mercaloria F., die aber beide ausgeschlossen sind. Das den Mittel- 
tibien zukommende Merkmal (^^lid tibiae dilated with a fold and 
fringe of large scales' ') ist stark entwickelt, und ebenso ist das erste 
Glied der Hintertarsen oben stark behaart. Es ist schade, und auch un- 




C( 



begreiflich, daB Hampson von diesen, in seinen ,, Moths of South Africa 
verwendeten^ schonen morphologischen Merkmalen in seinen spateren 
Beschreibungen afrikanischer Ophiusen (cf. Proc. ZooL Soc. London 



1910. p. 418 sq.) keinen Gebrauch gemacht hat. 



Vorderfliigel 




graubraunlich mit olivenfarbigem 




im Saumfelde am dunkelsten, mit ebensolchen Fransen, ini 




arzen 



Wurzelfelde mit schwacher graublaulicher Beimischung. Die 
Querlinien treten wenig hervor; die subbasale, in 3 mm Entfernung 
von der Basis, ist ganz verwischt, die antemediane ist am Vorderrande 
um 7, am Hinterrande um 10 mm von der Wurzel entfernt, saum- 
warts koiivex gebogen und auBerdem leicht wellenformig gekrummt, 
die submediane Querlinie ist breiter und mehr verwischt als die beiden 
benachbarten, am Vorderrande um 16, am Hinterrande um 15 mm 
von der Wurzel entfernt, in den vorderen zwei Dritteln ihrer Lange 
saumwarts gebogen, die postmediane Querlinie tritt ziemlich scharf 
hervor, ist in ihrer ganzen Lange zickzackformig gebrochen, ebenfalls 
in ihrer ganzen Lange saumwarts konvex gebogen und an beiden Enden 
um 20 mm von der Wurzel entfernt, eine sublimbale, in ihrer vorderen 
Halfte wurzelwarts schwach konvex gebogene Querlinie erstreckt sich 
zwischen den beiden Enden des Saunies, wahrend der Saum selbst 

lie bezeichnet ist. Die Discozellularzeichnung 
besteht aus zwei in Querreihe angeordneten schwarzen Punktf lecken, 
die unter sich und (der vordere) vom Costalrande um 2 mm entfernt 
sind. Hinterfliigel oben wie unten groBe Ahnlichkeit mit denen 
von 0. limhata Feld.; von der weiBen Querbinde ist nur Andeutung 




erne 





vorhanden, der weiBe Fleck an der Spitze ist scharf markiert, und 
zwar dreieckig, von diesem Fleck bis hinter die Mitte sind die Fransen 
hellgraulich, im Analwinkel ist ein grauweiBlicher Wisch vorhanden, 
je ein weiBer limbaler oder sublimbaler Punkt auf den Rippen laBt 



\ 



aus Mkatta imd Morogoro in Deutsch Ost-Afrika. 



75 



isich erkemien. 



Unterseite beider Fliigel ahnelt sehr der von 



0. limhata Feld. ; der DiscozeUularfleck und eine dunkle submediane 
Querlinie iiber beide Fliigel ist ganz wie bei dieser, im Saumfelde 
findet sich eine weiBliche Querlinie, die im Hint erf liigel, insbesondere 
hinten scbarf markiert und zickzackformig, im Vorderfliigel dagegen 
fast gerade, nur hinter dem Vorderrande eine scharfe Knickung bildet, 

Der Fliigelschnitt wie bei limhata Feld., der Saiim schwacb wellig, 
die Spitze der Vorderfliigel etwas vortretend, der Saum der Hinter- 
fliigel an der Rippe 2 schwach und stumpf eckig. 



Fliigelspannung 64, Fliigellange 32, Korperlange 28 mm, 

63. OTpUusa tirrhaca Cr. 2^: 10. VI. 09, an^ Koder, 

64. Ophiusa mejanesi Gn. (=? liopei Boisd.) IX ^: IV. 

65. yyOphiusa^^ gonoptera Hamps. Ic^: VI. 09. 

66. Ophiusa [Dermaleipa) quadrilineata Strand n. sp. Ein $ am 





V. 1909. 
Ganz ausgeschlossen ware es vielle 




nicht, 




dies eine ost- 



Gn; 
11. p. 460, t.IX, f. 141— 142), 





afrikanische Form von y^Lagoptera'' rubricata Holl. (in: Entom. News V 
(1894) p. 57 — 8) sein konnte. — Von 
(cf. : Saalmliller, Lepid. Madagaskar 

mit deren (^ (cf. fig. cit. 141) groBe Ahnliclikeit bestebt, durcb Folgendes 
abweicbend : Die basale Querlinie der Vorderfliigel ist saumwarts leicht 
konvex gebogen und nur in der Vorderbalte des Wurzelf eldes erkennbar. 
die zweite Querlinie ist ebenfalls, aber sebr scbwach saumwarts konvex 
gebogen und etwa in der Mitte des Innenrandes endend, die dritte Quer- 



linie ist ganz gerade, lauft in den Hinterrand, vom Hinterwinkel weit 
entfemt und am Hiiiterrande von der vierten, sublimbalen Querlinie 
um 3,5 mm entfernt, aucb diese vierte Querlinie ist gerade; die Nieren- 
makel ist an beiden Enden stumpf gerundet und hinten nicht scbarfer 
markiert als vorn (also etwa gleicb derjenigen vom $ der paraUepipeda 
[fig. 142 1. c.]). Die Hinterfliigel sind lebhafter gelb als an der Fig. 141 
1. c. dargestellt, zeigen aber in der Dorsalbalfte eine scbwarze, wenig 
regelmaBige, etwa 1,5 mm breite, vom Saume um 1,5 mm (Mnten) bis 
3,5 mm (vorn) entfernte Querbinde, ferner erstreckt sicb ein verwiscbt 
dunkelgrauliches, weder den Innenrand nocb die Querbinde ganz 
erreichendes Langsfeld in der Dorsalbalfte des Fliigels. Der Korper er- 
scbeint etwas dunkler als an Fig. 141 1. c, die ganze Unterseite sowie 
die Spitze des Abdomen auch oben rot, Unterseite aller Fliigel matt 
mennigrot, die Hinterfliigel mit feiner dunkler Punktierung und gelb- 
lichem Dorsalfeld, die Vorderfliigel mit dunklem Nierenmakel etwa 
wie oben. Fliigelspannung ungefabr 47 mm (die eine Flugelspitze fehlt!). 



Fliigellange 23, Korperlange 22 mm. 

67. Gnarnptogyia strigalis Strand n. sp. 



1 ?• 



Der Gnamptogyia multilineata Hamps. ^ (cf. Hampson, Moths 
of India II. p. 479, f. 266) ahnlicb, aber der Saum der Vorderfliigel 
ist in seiner hinteren Halfte starker konvex, umgekebrt ist der Saum 

— Ebenfalls Gn. diagonalis 



der Hinterfliigel [mitten weniger konvex. 

Vorderfliigel 

4 





1 ahnlich . 
Schimmer, das danklere 





mm 



mit violett- 
Saumfeld, das 



76^^^^^^^^H^^^^^^ Strand: Ober Lepidoptera 



nicht wie bei muUilineaia aus eiiier diinklen inneren iind hellen 
auBeren Halfte besteht, ist braiin, hint en mit graiilicli violettlichem 
Schimmer, und schlicBt 3 — 4 schwarzliche Querlinien ein; die Fransen 
sind dunkelgrau mit feinen weiCen Punkten und mit zwei weiBcn 
Linien; innerhalb des dunklen Saumfeldes folgen drei feine weiBliche, 
dicht beisammenliegende Querlinien, dann folgen mehrere, ganz un- 
deutliche hellere und dunklere Querlinien; alle diese Querlinien sind 
schrag verlaufend; die das dunkle Saumfeld innen begrenzende Linie 
zieht in den Vorderrand ganz in die Nahe von der Fliigelspitze. — 
Hinterfliigel der Hauptsache nach wie die VorderflUgel, das dunkle 
Saumfeld ist jedoch an beiden Enden etwa gleich breit und zeigt nur 
am Hinterwinkel grauliche Farbung und deutliche Querlinien; das 
hellere Proximalfeld zeigt nur am Innenrande hellere und dunklere 
Querlinien. Fransen wie die der VorderfliigeL — Unterseite der 
Vorderfliigel grauschwarzlich mit hellerem Innenrandsfeld und zwei 
undeutlichen submedianen Querlinien; die Hinterfliigel sind unten 
graulich mit dunkleren Querlinien und Punkten, im Saumfeldc ge- 
braunt, fein schwarz punktiert, langs des Sainnes sind dicse Punktc 
am dichtesten angeordnet. — Korper oben dunkel grau, der Thorax- 
riicken vorn heller quergestrichelt, unten hell graugelblich. — Fliigel- 
spannung 22, Flugellange 12, Korperlange 13 mm. 




Par other mes inclusa Strand n. sp. — 1 $. 




ausgezcichnet erhalten, weshalb einige Einzclheiten in der 
Zeichnung vielleicht nicht mehr erkennbar sind. — Beide Fliigel cr- 
scheinen schmutzig braun, im Saumfelde am dunkelsten; die Vorder- 
fliigel mit einer schwarzen, 1 mm breitcn Querbinde in 4 mm Ent- 

g von der Fliigelwurzel, die gerade oder fast unmerklich saum- 
warts konvex gebogen ist; in 1,5 mm Entfernung von dieser Binde 
ist der 1,5 mm lange und halb so breite schwarze Discozellularfleck; 
dann folgt eine postmediane Querbinde, die der antemedianen ahnlich 
ist, aber in ihrer hinteren Halfte gerade und auf den Hinterrand senk- 
recht gerichtet und daselbst von der Fliigelwurzel um 9 mm entfernt 
ist, wahrend sie in der vorderen Halfte stark apicalwarts konvex ge- 
kriimmt und daher auf deni Vorderrande von der Fliigelwurzel nur um 
7,5 mm entfernt ist und am Vorderrande leicht erweitert zu sein scheint 
und auBen von einer hellgraulichen Binde begrenzt wird. Schwarze 
Saumpunkte scheinen vorhanden zu sein. — Hinterfliigel etwa wie die 
Vorderfliigel, das Saumfeld erscheint noch ein wenig breiter und noch 
dunkler und von Binden ist nur eine unbestimmt begrenzte, helle, sub- 
mediane, die innen hinten von einem schwarzlichen Streifen begrenzt 
wird, erkennbar. — Unterseite beider Fliigel schmutzig grau- 
gelblich mit schwarzlicher, etwa parallelseitiger und 4 mm breiter, 
innen ziemlich scharf begrenzter Saumfeldbinde, in der keine Quer- 
linien und auch keine Saumzeichnungen (ob immer?, die Type etwas 
abgerieben?) zu erkennen sind. Auch im hellen Feld der Unterseite 
sind hochstens nur Andeutungen einer oder zweier dunklen Quer- 
linien vorhanden; Vorderfliigel mit ganz verwischtem Discozellular- 
fleck, Hinterfliigel mit scharfer markiertem Discozellularpunkt. Korper 



aus Mkatta imd Morogoro in Deutsch Ost-Afrika. 



77 



oben braun, unten 




Flii 



g 




annung 27, Fliig 




ge 15 




mm 



vaillantina 




lc^4$(c^:VL09;$ 




X, 08, im 



Netz gefangen. Fliegt selten kurz vor der Dunkelheit mit kurzen, 

1 J * TTl 1** 1 11** 4Cv 



hastigen Fliigelschlagen. ) 

70. Plusia orichalcea F, 




71. SpMngomorpha cJilorea Cr. 8 ^, 3 ? (cJ: I. 09, VI. 09, II. 09 




30. X.08; ?: L , 

72. Catephia natalensis Hamps. (?) (C. pseudonatalensis Strand 
n. ad int.). Zwei ??: VI. 09 und 30. VI. 09 an Koder. 

1st vielleicbt das meines Wissens unbeschriebene $ von Catephia 
natalensis Hamps. Die Exemplare sind aber kleiner als das ^ dieser 
Art: Fliigelsp annung 43 — 44 mm (das (^ soil 52 mm sein), die ante- 
mediane und mediane Linie sind bochst undentlicb und von der King- 
und Nierenmakel ist auch fast nichts zu erkennen, von der postmedianen 
Linie ist hinter der Kippe 4 oder 5 nicbts mehr zu erkennen. Abdomen 
scheint heller als der^Vorderleib zu sein, ist aber so stark abgerieben, 
da6 das sich nicbt mit Sicherheit erkennen laBt. Die Unterseite der 
Vorderfliigel ist grauschwarz, in der Wurzelhalfte mit sparlicber grau- 
weiBlicber Behaarung, im Saumfelde mit scbwarzen, heller umrandeten 
Submarginalpunkten und einem weiBlichen Mittelfleck. Die Hinter- 
fliigel sind unten in der ganzen groBeren Basalhalfte weiBlich mit 
dunklerem Discozellularfleck, in der Saumhalfte wie oben, wenn auch 

— Sollte diese Form nicht mit 





m. 



im Grunde nicht so rein schwarz. — 

natalensis identiseh sein, moge sie den 

bekommen. 

i Metoposcopa Strand n. g. Noctuinarum. 

Durch die eigentiimliche Stirnbildung erinnert diese Gattung an 
Proruaca^ Authadistis und Proconis Hamps., ist aber doch verschieden. 
Antennen des $ einfach fadenf ormig, die des (^ kurz und fein ciliiert. 
Palpen vorgestreckt, das zweite Glied oben und unten dicht mit kurzen, 



abstehenden Schuppenharchen bekleidet 




dadurch wie seitlich 



zusammengedriickt erscheinend, das Endglied kurz, stumpf gerundet, 
in Seitenansicht nicht doppelt so lang wie breit, etwas hangend. Kopf 
von vorn gesehen breit, die nackten Augen groB und stark vortretend, 
die Zunge kraf tig ; die breite, abgeflachte, mit Schuppen dicht bedeckte 
Stirn ist ein wenig schrag, unten vorstehend, indem eine durch die 
dichte Schuppenbekleidung gebildete, schrag nach unten und vorn 
gerichtete Querleiste gebildet wird, die in der Mitte vorn leicht aus- 



gebuchtet ist; unter dieser ist eine quere und sehr glatte, stark glanzende 





Soweit ist die Stirnbildung bei beiden Geschlechtern 
gleich. Beim (^ findet sich aufierdem zwischen den Antennen cin ganz 
kurzer, stumpfer, abgerundeter Fortsatz, der vielleicht nur durch ver- 



langerte Schuppen 





Fliigelschnitt, 




ung und 
Das dichte 



Zeichnung sehr ahnlich der Pyralidengattung Scoparia. 
Schuppenhaarkleid des Thoraxriickens glatt und anliegend, Abdomen 
bis zur Basis glatt anliegend beschuppt. Hintertibien mit 2 Paar langen 
Dornen, dicht beschuppt, unbehaart oder kurz und sparlich behaart. 



78 



Embrik Strand: (Jber Lepidoptera 



Ira 



zwar 




4 imd 5 aus 



d 




elb 



en 




7 + 8 + 9 gestielt, diese imd 10 bilden die Areola, 11 aus dem Vorder- 
rande dor Zelle kurz auBerhalb der Mitte derselben. Im Hinterfliigel 
entspringt 2 von kurz vor der Ecke der Zelle, 3, 4 und 5 aus der Ecke 



6 + 7 sind ganz kurz gestielt* 



73. Metoposcopa sagittalis Strand n. sp. 



Type : Metocoscopa sagittalis Strand, 



Zwei Ex. {(^$) ohne 
bis VII. 1909. 




ere Bezeichnung als: 



Mkatta X. 1908 



$. Erinnert an die Pyralidengattung Scoparia sowohl in Farbung 



als Zeichnung. 



Vorderfliigel 





grauweiB- 




und schwarzen Zeichnungen ; eine anteraediane belle Querlinie 



oder -binde ist in der Mitte breit wiirzelwarts konvex gebogen, an beiden 
Enden saumwarts starker konvex gekrlimmt und also etwa unregel- 
maBig welienformig erscheinend, am Vorderrande uni 3,5, am Hinterrande 



um 5 mm von der Wurzel entfernt; eine postmediane grauliche, weniger 



scharf 




durcb eine feine scbwarze 





gebrochene Wellenlinie geteilte Querbinde ist gleichmaBig saumwarts 
konvex gebogen, am Vorderrande um 9, am Hinterrande um 10, in der 
Mitte um 11 mm von der Fliigelwurzel entfernt; zwischen diesen beiden 
Querlinien, der antemedianen am nachsten ist eine helle, doppelt-ring- 
formige, 8-alinliche Figur (der hintere Ring ist der groBte), die etwa 
2 mm lang und breit ist; am Vorderende der AuBenseite dieser Figur 
ist ein kleiner tiefscbwarzer Qu erf leek, von dem sich ein brauner Streifen 
schrag bis zum Vorderrande fortsetzt, sicb daselbst wurzelwarts bis 
zur antemedianen Querlinie erweiternd; in der Mitte zwischen letzterer 
und der Fliigelwurzel tragt der Costalrand ein en tief schwarzen Quer- 
fleck und im Dorsalfelde ist das Wurzelfeld weiBlich, sonst ist das 
Dorsalfeld im Grunde dunkler als die iibrige Fliigelflache. Von der 
postmedianen Querlinie, 1,5 mm hinter dem Vorderrand, erstreckt sich 
saumwarts ein tiefscbwarzer, 3,5 mm langer Langskeilfleck oder Pfeil- 
fleck, der eben das Charakteristiku m der ganzen Vorderflii 
bildet; eine undeutliche helle sublimbale Querlinie schneidet die auBere 
Halfte dieses Keilfleckes. Saumlinie schwarz mit helleren Punkten, 
Fransen braun, undeutlich heller durchschnitten. — 




— Hinter- 

f 1 u g e 1 weiB mit grauschwarzer Saumbinde, die vorn 2 mm breit 
ist, nach hinten sich aber allmahlich verschmalert, ohne den Anal- 



winkel ganz zu erreichen. Die Fransen in ihrer vorderen Halfte wie 





Binde, 
schmutzig grauwei 
mit 



weiBlich. 



Unterseite der Vorderfliigel 





im Costalfelde schwach braunlich bestaubt 

saumwarts konkav ge- 




gem, 

kriimmtem Discozellularfleck und grauschwarzer Saumbinde, die vorn 
5, hinten 2 mm breit ist. — K 6 r p e r* Vorderleib dunkel graubraun, 
die Farbung ist auf dem Riicken am reinsten grau, Abdomen grau- 




mit undeutlich dunkleren 




und einer schmalen 



schwarzen Langsbinde. Beine geschwarzt. Palpen am Ende und auBen 
dunkel, innen heller. Fliigelspannung 32, Fliigellange 14, Korperlange 
12,5 mm. 



aus Mkatta und Morogoro in Deutscb Ost-Afrika. 



79 



Das leider nicht so sclion erlialtene (^ sclieint nicht wesentlicli 
vorn $ abzuweiclien ; der Pf eilfleck diirfte jedoch weniger scharf markiert 



sein, die 8-ahnliche Figur sclieint 




er und weniger regelmaBig 




gen schwarz. 
An der 





sowie vorn und hinten offen zu sein; die Grundfarbe diirfte dunklei 
sein, Hinterfliigel mit liniensclimaler dunkler Saumzeiclinung. Hals- 

grau mit zwei schwarzen Langsstrichen. 
Saumbinde der Vorderfliigel wenigstens 
hinten verwischt. Die GroBe unbedeutend geringer: Fliigelspannung 
30 mm, Fliigellange 13^5 mm. 

74. OfUderes fullonica L. 1 (^ 1 ? ((^ III, 09, ? VI. 09, beide am 
Koder). 

75. Cosmophila erosa Hb. 2 $. 

76. Zethes caffra Gn. 2 $. 

Fam. Lasiocampidae. 

77. Beralade niphoessa Strand. 1 ^. 

78. Pachypasa richelmanni Weym. 1 (^ 2 ? (cJ : IV, 09; $ : 1. II. 09 
und 20. II. 09). 

79. Pachypasa bilinea Wlk. 1^: V. 09 ; 1 ? : VI. 09. 

Das (J ist erbeblich kleiner als das $ (Flugelspannung 49, Fliigel- 
lange 25, Korperlange (mit Aiterbiirste) 34 mm), die Farbung und 
Zeichnung wie bei diesem, jedocb im Saumfelde derVorderfliigel ziemlicb 
dicbte hellgraulicbe Bestaubung, die ockergelbe Farbung der Hinter- 
fliigel ist mehr ausgedebnt, nur das Saumviertel ist (ganz schwacb) 
gebraunt, sowie leicht graulicb bestaubt, die ganze Bauchhalfte sowie 
das Ende und die Afterbiirste des Abdomen (in einer Lange von zu- 
sammen 11 mm) sind dunkelbraun* Thorax, Kopf und Antennen 
mehr braunlich gefarbt als beim $. 

80. Taragama ahyssinicum Auriv.? {co7icavum Strand n. ad int.). 

— Ver- 




4(J 4 ? {S V. u. IL 09; ^ gezogen III. 09; ? VI. u. 11. V. 
gleich p. 84! 

81. Taragama ligniclusum Wlk. 1 $: gezogen VI. 1909) 

82. Leipoxais ziczac Strand n. sp. 
Ein ? von Mkatta IV. 09. 
Das ganze Tier erscheint fliichtig angesehen fast 

die Vorderfliigel in dem Wurzel- und Mittelfelde 

mit einer feinen schwarzeii, tief zickzackformig gebrochenen 
postmedianen Querlinie, die am Hinterrande um 9 mm, in der Mitte 




ig grau; 




des 




g 




um 11 mm von der Wurzel entfernt ist, der en Zacken 



bis zu 2,5 mm lang sind und die den Vor der rand nicht ganz zu er- 
reichen scheint. 





mit Andeutung ernes pos 
dunklen, geraden Querstreifens, der vom Innenrande bis zur Rippe 

verloschen ist. Die Fransen beider 



4 








5 reicht und 




Fliigel grau wie das Saumfeld, die der Hinterfliigel am vorderen 




schwarzlich, bisweilen bildet diese schwarze 




wohl 



zwei 




Der 




er scheint unten und an den Seiten ein 



wenig dunkler als oben zu sein. An der Unterseite der Fliigel fallt nur 
auf, daB das Costalfeld der Hinterfliigel inklusive der beiden Vorspriinge 



80 ^^^^^^^^l Embrik Strand: Uber Lepidoptera 



desselben dunkler als die iibrige Fliigelflache ist und etwa in der Mitte 
dieses dunkleren Feldes lassen sich zwei wenig deutliclie, verloscliene 



Querstreif en erkennVn: die b^ide wellig gebogrn ^inlund naX hr„S:; 



nur bis zur Rippe 3 reichen. Ferner zeigen die Hinterfliigel unten einen 
undeutlichen helleren, in der Mitte tv inkelf ormig gebrochenen Quer- 
streifen, der um etwa 3 mm von dem Saum entfernt ist; der Winkel 
ist wurzelwarts off en und fast gerade; nach innen zu wird dieser Streifen 
von einer schwarzen Linie begrenzt, die sicli auf dem Innenrande 



fleckformig erweitert. Fliigelspannimg 40 mm, Fliigellange 19, Korper- 



ange 20 mm. 




Fam. Hesferiidae. 



83. Sarangesa ophthalmica Mab, 1(^: V. 1909. 

Sarangesa ophthalmica Msh J {ophthalmicodes Strand n. ad int.), 

Eine von Mkatta vorliegende Sarangesa ist vielleicht das $ zu 
Sarangesa ophthalmica Mah . ; es weicht von dem (^ hauptsachlich durch 
Folgendes ab : Der weifie Diskalfleck der Hinterfliigel ist zu einem Punkt 
reduziert, von den weiBen Flecken der Submedianbinde der Vorder- 
fliigel sind die beiden hinteren wie beimc^, derjenige in der Zelle da- 
gegen zu einem kleinen kommaahnlichen Querstrich reduziert und 
derjenige vor der Zelle bildet nur einen f einen Punkt. Unten verbal ten 
die weifien Flecke sicb wie oben. In der iibrigen Zeichnung und der 
Farbung ist vom ^ kein wesentlicher Unterschied vorhanden. 

84. Carcharodes elma Trim. 1 Ex. 

85. Parnara horhonica Boisd. var. continentalis Strand n. var, 

2 Ex. ; ein drittes, wenig gut erhaltenes ist fraglich, weil ein heller 
Punktfleck in der Zelle fehlt. Wenigstens die groBe Mebrzahl der vom 
Festlande Afrikas stammenden Individuen dieser Art weicben nacb der 
Originalabbildung und dem nicht reichhaltigen mir vorliegenden 
madagassischen Material zu urteilen dadurcb ab, daB in der Zelle der 
Vorderfliigel ein weiBer Punktfleck vorhanden ist; auBerdem scheint 
die Unterseite der Festlandexemplare starker griingelb bestaubt zu 



sem. 



87. Rhopalocampta pisistratus F. Un.: 11.09. 
86. Rhopalocampta forestan Cr. Un.: V. 1909. 

Fam. Pyralididae. 

88. Zehronia phenice Cr. 1 cJ. 



89. ZincJcenia fascialis Cr. Un.: VII. 1909. 



Fam. Tineidae. 
90. Alavona semilactea Warr. Rothsch. Un 



IL Lepidoptera von Aforogoro, gesammelt II.- XII. 1909 




Fam. 
1. Melanitis leda L. africana Fruhst. 



aus Mkatta und Morogoro in Deutsch Ost-Afrika 



81 



Fam, Nymphalididae, 
Subfam. Acraeinae. 
2. Acraea anemosa Hew. 2 (J 4 ?• 



9> 



>> 



>> 



>5 



J> 



caldarena Hew. 1 (^* 

caecilia F. 1 (^ 1 $. 

natalica Boisd, 1 (^. 

terpsichore L. rougeti Gu6r. 5 (^ 2 $. 



9J 



?5 



?> 



ab. contraria Strand n. ab. 1 ^. 



3. 
4. 
5. 
6. 

Die roten Flecke in der Saumbinde der Oberseite beider Fliigel 
sind nnr ganz schwach angedentet, fliicbtig angesehen erscbeint daber 
die Saumbinde einfarbig; an der Unterseite der Hinterfliigel sind die 
scbwarzen Flecke des Wurzelf eldes z. T, kleiner und zwar die der distalen 
Reihe und der Innenrandreihe, ferner ist der distale runde Fleck in 
der Zelle verscbwindend klein. In der distalen Querreibe sind bloC 
5 Flecke vorbanden und zwar in den Feldern lb, Ic, 2, 4 und 7, von 
denen der im Feld 4 punktformig ist. Die Einfassung der scbwarzen 
Saumflecke ist so breit, daB die scbwarzen Zwischenraume der Flecke 
so breit wie diese selbst sind. Hinter dem scbwarzen Querfleck der 
Unterseite der Vorderfliigel, der wie gewohnlich mit dem Vorder- 



rande zusammenhangt, findet sicb kein weiterer, klein erer scbwarzer 




8. Acraea encedon L. 3 (J 1 $. 



>> 



5J 



L. sganzini Boisd. 2^ 2 ?. 
L. lycia F. 1 (^ 3 $ (das (^ mit 3 scbwarzen 
Flecken in der Zelle der Hinterfliigel (ab. ascrepticia m.) 



my 



>> 



„ „ L. daira Godm. Salv. 6 (J 2$, 
9. Precis oriihya L. madagascariensis Gn. 1 $. 



10. 

11. 
12. 



>> 



>? 



JJ 



oenone L. cehrene Trim. 1 (^. 
simia Wallgr. 2(^. 
natalica Feld. 2 $. 



13. Hypolimnas missippus L. 2 (^ 2 $. 



14. 
15, 




ia 




anihedon Doubl. Hew. Wahlbergi Wallgr. 1 (^ 1 $. 
ia Dr. polinice (Cr.) (Auriv.). 2 (^ 2 $. 



16. Neptis agatha Cr. 1 (^ 1 ?• 

17. Leucosticha {H amanumida) daedalus F. 2(^. 



39 



>) 



J> 



meleagris Cr. 1 (^ 1 $. 



18. Charaxes varanes Ci, vologeses Msh . (forma d' oder e^ bei Rotb- 
schild- Jordan). 1 $. 
, Charaxes castor Cr. flavijasciatus Butl. 1 $. 




Fam. 

20. Lachnocnema d^urhani Trim. 

21. Lycaenesthes amarah Guer. 2(^ 2$. 

22. Cupido telicanus Lang plinius F. 1<^. 



23. 
24. 




91 



?> 



malathana Boisd. 1 (^ 3 $. 

iohates Hopff. ab. conjugens Strand n. ab. 1 ^ 



Arcbiv flir NatnrgDScLictite 

1912. I. 1. 



6 



82 



Ernbrik Strand: Ober Lepidoptera 




In der Mittelzelle der Vorderfliigel ist ein, allerdings 
schwarzer Punkt vorlianden, sodaB diese Form in der Mitte zwischen 
iohates und cissus steht. Sonst stimmt das Exemplar mit Hopffers 




t 



e 




25. Ciifido gaika God. 1(^. 



«k 



Fam. Pierididae. 




28a. 



Herpaenia eripJiia God. 1 Ex. 
26b. 5, 5, iter ata But]. 1 Ex. ' 

27. Pieris gidica God. 1 ?. 

5, sever ina Cr. 11 (^ 5 $. 
28b. „ „ Cr. in/^£?a (Butl.) Aur. 2 $. 

29. Pieris mesentina Cr. 10 (J 3 $. 

Teracoliis amatus F. ca?a^5 Cr. 3 (;^ 1 $. 

aurigineus Butl. 6 Ex. 
'yesfa Keiche catacJirysops Butl. 1 Ex. 

. 1 $. Der GroBe nach mit der f. mro* 



30. 




32. 



?> 



?> 



33. 






34. 
35. 



3? 



9) 



36. 
37. 
38. 
39. 
40. 
41. 
42. 
43. 
44. 



>> 



3J 



>> 



?) 



5 3 



?) 



Eronia 





goroana Vuill. ij 
annae Wallgr. Wallengreni Btl. 3 (J 4$. 
sp. Ein wenig gut erhaltenes $, vielleicht eine 

Form von ewpompe Kl. 
achine Cr. antevippe Boisd. 1 i^. 
omphale God. 2 (^^ 1 $. 
pallene Hopff. infumatus Butl. 1 $. 
antigone Boisd. phlegetonia Boisd. 6 Ex. 
evenina Wallgr. sipylus Swinh. 1 $. 
evarne Klug. 3 Ex. 
auxo Luc. incretus Btl. (^ $. 
ifei^' Boisd. 1(J. 
/ZoreZZa F. 4 c^ 1 ?. 



45a. Terias brenda Doubl. Hew. 4 <;^, 



45b. 
46. 



J5 



3? 



3> 



3) 



33 



maculata Auriv. 1 (^. 



hrigitta Cr. 2;o6 Hopff. 1 (^ 1 $. 



. Svhinai 




47. 









celerio L. 1 $. 



Fam. Saturniidae. 




48. Bunaea caffraria StolL 1 (^. Gezogen aus groBer, schwarzer, 
iger Kaupe. Aug. 1909, ^ 



Fam. Geometridae. 



49. 




sp. 1 $. 



50. Syntomis ni 
Mit ^. C6re5 



Fam. Syntomididae 





n. sp. 1 (^ 1 ?• 

. (in : Et. d'Entom. 3. p. 33, t. 3 f . 5) nahe ver- 
wandt; aber die Stirn ist weiB (was in den Beschreibungen von S. ceres 





V 



aus Mkatta und Morogoro in Deutsch Ost-Afrika. 



83 




jedenfalls weder von Oberthiir 1. c. noch von Hampson (in: Cat. Lep. 
Phal. I. p. 82) angegeben wird), nach Hampson soil ceres aiif dem Thorax 
mit 5,lateral scarlet spots" versehen sein, die Mer nicht vorhanden 
sind, die Fliigelspannung der ceres ist nacli Hampson 36, nacli Oberthiirs 
Abbildung 32 mm, wahrend die beiden vorliegenden Exemplare nur 
28 mm messen, Der zwiscten Zelle und Hinterwinkel der Vorderfliigel 
elegene hyaline Schragfleck ist bei vorliegender Form an beiden 
nden scharf dreieckig zugespitzt, bei ceres dagegen abgerundet. Der 
distale der beiden hyalinen Flecke der Hinterfliigel ist nm fast seinen 
Durchmesser vom proximalen entfemt. — Mit SynL miozona Hamps. 
(in: Proc. Zool. Soc. London 1910 p. 389. t. 36 L 2) ebenfalls sehr nahe 
verwandt und es ist ganz wahrscheinlich, daB die von ibm als Sub- 
species von miozona aufgefiihrte, aber nicht benannte Form mit der 
obigen identisch ist; wie bei dieser „ Subspecies'^ sind die Fransen 
ohne weiBen Fleck. Auf alle Falle verdient diese Form einen besonderen 
Namen. 

P. S. Nach Kothschild ware die Gattung Syntomis Amata F. 



zu nennen 



54. 



Fam. Noctuidae, 



51. Xanthosfilofteryx superha Butl. I(^. 

52. Prodenia littoralis^oi^di. 1 $. 

53. Chalciope repanda F. 1<^. 




i7 



stolida F. 1 $. 



55. Cyligramma latona Or. 2 (J. 

56. Ophiusa tirrhaca Cr. 1 ?• 

57. Egyholis vaillantina Stoll. 2 $. 

58. Plusia chalcites Esp. 1 $. 

59. Sphingomorpha chlorea Cr. 13 (^ 4 $ 



Agaristinael). 



IIL Beitrage zur Kenntnis afrikanischer Taragama-kiten. 

Bei der Bestimmung der in der Ausbeute der Herren S c h 6 n - 
h e i t vorhandenen Tar a^ama- Art en liabe ich auf Grund des mir vor- 
liegenden Materials eine Ubersicht der mir bekannten, insbesondere 
im weiblichen Gescblecht sehr scbwer zu unterscheidenden Formen aus 
dem aethiopischen Gebiet zusammengestellt, wodurch icli hoffe, daB 
die Wiedererkennung derselben wenigstens erleicbtert wird. Darin 
habe ich auch die europaiscbe Art T. repandum Hb. aufgenommen, 
weil Aurivillius angibt (in: Arkiv f. Zoolog. Bd. 2 No. 12 (1905) p. 35), 
daB er ein ? aus West-Afrika gesehen hat, das ihm von der europaischen 
Form nicbt unterschieden werden zu konnen scheint. Diese Art liegt 
mir aber nicht aus der atbiopischen Region vor, wohl aber sind die 
Weibchen anderer Arten, z. B. carinatum^ von repandum so schwer 
zu unterscheiden, daB das Vorkommen von T. repandum im tropischen 
Afrika nicht als sicher festgestellte Tatsache betrachtet werden kann, 
so lange es sich nur auf ein einzigesWeibchen stiitzt. — Ubrigeiis bin 
ich selbst iiber die hier aufgefiihrten siidafrikanischen Taragama- 

6* 



84 



Embrik Strand: Ober Lepidoptera 







are vor- 




Weibchen nicht ganz siclier; von Delagoa-Bai liegen 2 (^(^ vor, die ohne 
Zweifel T. polydorum Dr. angehoreri, die daselbst gefangenen Weibchen 
werden wahrscheinlicli derselben Art angeboren und werden bier so 

von TaragamaAY eihcheiiy die icb zu 
T. carinatum stelle, nnd die von Natal stammen, sind aber als Art- 
merkmale etwas problematiscb, zumal mir nur wenige 
liegen; die Originalbescbreibung von carinatum $ 
die von polydonim $ sind ungeniigend. — Fraglicb ist ferner die als 
ahyssinicum Aurlv. aiifgefiibrte Art; die Originalbescbreibung bebandelt 
namlicb nur das ^ und auch dies insofern ungeniigend, als mit dem 
T. carinatum J verglicben wird, ohne daB von letzterem iiberbaupt 
eine braucbbare Bescbreibung existiert. Die vorliegenden ^^ weicben 
auBerdem von der Originalbescbreibung dadurch ab, daB die Fliigel- 
spannung geringer ist: 30 mm, die Fliigellange ist 15 mm, der Hals- 
kragen bat Andeutung einer dunkleren Mittellangslinie, die 
weiBe Querlinie im Felde lb der Vorderfliigel ist von der Wurzel um 3, 
von der auBeren weiBen Querlinie um 2,5 mm entfernt. Die Moglicb- 

die vorliegende Art von derjenigen von Aurivillius ver- 
scbieden ist, diirfte daber nicht ganz ausgescblossen sein; fur diesen 

icb dafiir den provisoriscben Namen T. concavum m. 
vor (nach dem konkaven Saum der Hinterfliigel des Manncbens). — 
Die in der Tabelle cbarakterisierten neuen Arten werden weiter unten 
ausfiibrlicber besprocben werden und dann werden einige weitero 
Bemerkungen iiber scbon bekannte Arten gegeben. 






Fall scblage 



? 



A. Vorderfliigel mit einem die 

Fliigelspitze nicbt 





des Fliigels einnebmen- 
undeutlicb heller en 



das auBen und binten von feinen welligen oder zickzack- 



formigen Linien begrenzt wird, dag^^ 
zwei scbarf markierte belle Querlin 




haben die Vorderfliigel nicht 
oder -binden. 




k\^ 



\. Dies Langsfeld erreicht fast die Fliigelspitze und ist hinten mitten 

und abgerundet ausgerandet (Westafrika, Natal) 

T. splendens Druce 
%. Dies Langsfeld reicht nur bis zuni apicalen Drittel des Fliigels 
und ist hinten mitten hochstens mit einem kleinen spitzen Ein- 



\ ^1 



schnitt versehen. 




Wlk. {picturatum Griinb 



', * ^-^ t 



B. Vorderfliigel ohne solcbes Langsfeld, aber mit zwei 



scbarf markierten Querlinien 
undeutlich sein kann. 



von denen allerdings die 






!• Vorderfliigel mit zwei auffallenden, 1 — 1,5 mm breiten, weiBen, 

Querbinden, die beide stark wellenformig ge- 
kriimmt sind; an der Wurzel der Vorderfliigel ein weiBer Fleck; 
die Schulterdecken bisweilen heller als die Thoraxmitte, (Siid- 

T. cristatum Stoll 



Afr 



1) cf. p. 91. 



aus Mbatta und Morogoro in Deutscli Ost-Afrika. 



8 



3. Die Binden der Vorderfliigel weiilger auf fallend und schmaler, die 

innere ist meistens mehr oder weniger verloschen, beide nicht 

oder nur ganz wenig gebogen; ein weiBer Wurzelfleck kann vor- 

lianden sein oder fehlen. Wenn die Schiilterdecken besonders 

gefarbt sind, sind sie imnier diinkler als die Thoraxmitte, 

a) Die aui3ere Querbinde (oder -linie) der Vorderfliigel ist gerade 

oder ganz schwach wurzelwarts konvex gebogen, scbwarz 

oder innen scbwarz und auBen heller; ein weiCer Wurzelfleck 




o) Vorderfliigel im Dorsalfelde und Wurzelfelde heller als in 
der Endhalfte des Costalfeldes (Kamerun) 



00 ) 




im ganzen 




T. superhum Auriv. 
gleich dun 





heller (Siid- und 
T. scapulosum Feld. 



I 



f ) Beide Querbinden der Vorderfliigel ganz deutlich. Vorder- 
fliigel im Grunde braun, 
Ost-Afrika) 

f f ) Beide Querbinden undeutlich, die innere wohl nicht immer 
erkennbar. Vorderfliigel im Grunde schwarz, die Hinter- 
fliigel dunkelgrau. . 

j^ ) Die schwarze auBere Querlinie der Vorderfliigel i&t nach 
vorn nur bis zur Rippe 7 oder 8 erkennbar und auf den 
Vorderrand gerichtet. Vorderfliigel braunschwarz, 
Hinterfliigel dunkel braun grau oder borkbraun (Span, 



Guinea) 



T. guineanum Strand 






\. \\ ) Diese Querlinie ist auf die Spitze gerichtet, die sie 
auch erreicht. Vorderfliigel tiefschwarz oder (in der 

, Hinterfliigel dankelgrau 

(Chinchoxo) T. Graheri Dew. 

b) Die auBere Querbinde der Vorderfliigel ist leicht wellenformig 




etwas 




gebogen, 




fast winkelforniig gebrochen und immer 



weiB. Ein weiBer Wurzelfleck ist vorhanden. 

a) Die auBere Querbinde der Vorderfliigel unten wie oben 

scharf markiert, wohl aber ist sie hinten linienschmal. Auch 

die Hinterfliigel unten mit heller Querbinde. 

f) Abdomen dunkel, Hinterfliigel in der Basalhalfte nicht 

heller als in der Apicalhalfte, Fransen beider Fliigel 

Fliigelspannung 59 mm (Togo) 

jT. misanum Strand 
f f ) Abdomen und Wurzelhalfte der Hinterfliigel grauweiBlich, 




Fransen der Vorderfliigel anscheinend dunkler. 



Fliigel 



b) 



spannung 67 mm (Nyassasee) 



T. nyassanum Strand 





Die auBere Querlinie weniger scharf markiert, insbesondere 

ist sie hochstens vorn deutlich. Die Hinter- 
fliigel unten ohne Querbinde oder solche ist nur im Costal- 
felde deutlich. 

I. Die beiden hellen Querbinden der Vorderfliigel sind auf 
der Costa verbreitet und die auBere daselbst wurzelwarts 
gebogen sowie an der Kippe 8 eine deutliche wurzelwarts 



Embrik Strand: Uber Lepidoptera 



konvexe Kriimmung bildend, die Fliigel schienen ein wenig 
stumpfer bezw, der Saum ein wenig konvexer zu sein, 
die Farbung ist auch unten (ob immer?) nicht rein rotbrann. 
*) Die beiden hellen Querbinden der Vorderfliigel sind 
unter sich weniger weit entfernt (langs der Rippe 8 um 
7 mm), die auBere Binde bildet an den Rippen 2 und 5 
je eine etwa winkelformige Kriimmung gegen die Wiirzel 
und mit dem Innenrande einen fast rechten Winkel, 
die Fransen der Vorderfliigel sind ebenso i;vie die der 
Hinterfliigel weiBlich, die Vorderfliigel ein wenig breiter 



(15 mm breit); die Fransen der Hinterfliigel sind im 



Analwinkel nicbt 




scbwarz, wohl aber mit 



^^» ^^^ 



scliwarzer Basallinie versehen, Hinterfliigel (aucb an 
der Basis) sowie Abdomen wenig teller als die Vorder- 
Fliigel; der Saum der Hinterfliigel ist am Ende ein 
wenig schrager bezw. die Spitze dieser Fliigel tritt 
starker hervor; unten tragen beide Fliigel eine belle 
Querbinde, die am Vorderrande nicht verbreitet ist. 
Abdomen und Thoraxmitte gleich gefarbt (Kapland, 
Natal) T. carinatum Wllgr. 

) [Die bellen Querbinden der Vorderfliigel sind unter sich 
weiter entfernt (langs der Rippe 8 um 10 mm), die 
auBere Querbinde bildet an den Rippen 2 und 5 je eine 
ganz schwache, wurzelwarts konvexe Kriimmung und 
steht schrag auf den Innenrand; die Fransen der 
Vorderfliigel dunkel; die der Hinterfliigel 
aber im Analwinkel schwarz; die Vorderfliigel ein wenig 
schmaler (14 mm breit); Hinterfliigel (wenigstens an 
der Basis) und Abdomen erheblich heller als die Vorder- 
fliigel und Abdomen heller als die Thoraxmitte; die 
Hinterfliigel am Ende mehr quergeschnitten und die 
Spitze daher weniger herv^ortretend ; unten tragt der 




Costalrand 



b eider Fliigel 



einen hellen Querfleck als 



Andeutung einer sonst nicht oder kaum erkennbaren 
Querbinde (Palaarktisch; ob auch athiopisch?) 

T. repandum Hb.] 

n. Die beiden hellen Querbinden sind auf der Costa nicht 

verbreitet und die auBere ist daselbst weder apical- noch 



an der Rippe 8 etwa gerade 





die Fliigel erscheinen ein wenig spitzer bezw. der Saum 
schrager, die Farbung, zumal unten, rein rotbraun (Delagoa- 



Bay) 



T. polydorum Druce 



III. Die beiden hellen Querbinden sind auf der Costa nicht oder 

schwach verbreitet und die auBere ist daselbst apicalwarts 
gekriimmt, zwischen den Rippen 7 und 9 eine ganz schwache, 

; die Hinterfliigel 




wurzelwarts konvexe Kriimmung 

mit Ausnahme des Saumfeldes weiBlich und zwar unten 

wie oben, die Vorderfliigel unten in der Basalhalfte weiBlich, 



aus Mkatta und Morogoro in Deutscli Ost-Afrika. 



87 



aucli oben heller als bei den drei vorhergelienden Arten; 
auch kleiner als diese (Fliigelspamiung 50 mm). (Deutscli 
Ost- Af rika ; Abyssinien? ) 

T. ahyssinicum Auriv, ? [T. concavum Strand n. ad int.) 

A, Der Sanm der Hinterfliigel konkav. GroBe gering: Fliigel- 
spannnng 30 mm. (Deutscli Ost-Afrika; Abyssinien?) 

T. ahyssinicum Auriv.? {T. concavum Strand n. ad int.) 

B, Der Saum der Hinterfliigel gerade. GroBe bedeutender: Fliigel- 



Spannung 33 — 36 mm (Delagoa Bay) 



T. folydorum Druce 



ۥ Der Saum der Hinterfliigel konvex. GroBe bedeutend: Fliigel- 
spannung 33 — 55 mm. 

1. Vorderfliigel rait mehrerenfeinen; dunklen^ welligen oder zickzack- 
formigen, sitbparallel zum Saume bezw. zum Innenrande ver- 
laufenden 




die rauchschwarzen Vorderfliigel erscbeinen 
iibrigens fliichtig angeseben fast zeicbnungslos. Fliigelspannung 
50 — 55 mm (Siid-Afrika) T. ligniclusiim Wlk. 

2. Vorderfliigel mit nur 1 oder 2 meistens recbt deutlicben und nie 
zickzackformigen, fast immer quer verlaufenden Linien, Fliigel- 
spannung geringer. 

*) Vorderfliigel mitjgoldgelb glanzenden Flecken verseben (West- 
Afrika, Natal) 



**) Vorderfliigel obne solche Flecke. 



T. sflendmis Druce 



o) Vorderfliigel mit scbarf markiertem hellerem Costalfeld und 

nur mit emer, saumwarts leicht konkav gebogener, das eben- 

falls bellere Saumfeld innen begrenzende Querlinie (Spanisch 

Guinea) T. Tesmanni Strand 

oo) Vorderfliigel anders gezeichnet. 

f ) Vorderfliigel mit zwei auffallenden, scbarf markierten, 



weiBen Querbinden, die 





stark wellenformig 



ge- 



mt sind, an der Wurzel ein weiBer Fleck, das Saura.- 
feld messinggelb bestaubt (Siid-Afrika) jT. cristahim Stoll 
ft) Wenn die Vorderfliigel zwei belle Querbinden baben, so 
ist jedenfalls die proximale mehr oder weniger undeutlich, 
das Saumfeld ist nie messinggelb, ein Wurzelfleck kann 
vorbanden sein oder fehlen. 
. Vorderfliigel mit weiBem Wurzelfleck und wenigstens 
Andeutung zweier weiBlicben, wellenformig gebogenen 



Querlinien, 
1. Die beiden 





e 




oder 




anter 




Querlinien der Vorderfliigel sind 
unter sicb weniger weit entfernt (langs der Rippe 8 

um 5 mm entfernt), die Fransen der Vorder- 
sind weiBlicb wie die der Hinterfliigel, der 
Innenrand (insbesondere im Analwinkel) letzterer 
(meistens?) ein wenig beller als die Fliigellfacbe, die 
Spitze der Hinterfliigel tritt ein wenig starker hervor, 
die Scbulterdecken sind wenig dunkler als der iibrige 




Enibrik Strand: Uber Lepidoptera 



Thorax gefarbt und letzterer zeigt vorn niir Andeutung 
einer dunkleren Mittellangslinie (Kapland u* Natal) 

T. cannatum Wllgr. 
2, [Die beiden hellen Querlinien der Vorderfliigel sind 
unter sich weiter entfernt (langs der Rippe 8 unter sich 
um 5 mm entfernt), die Fransen der Vorderfliigel 
sind dunkler als die der Hinterfliigel , der Innenrand 
und der Analwinkel der Hinterfliigel kaum heller als 
die Fliigelflache, die Spitze der Hinterfliigel mehr 
abgerundet, die Schulterdecken scbarf markiert dunkler 
als der iibrige Thorax und dieser vorn mit sehr deut- 
licher dunkler Mittellangslinie [Palaarktisch, ob auch 



athiopisch?] 



T. repandum Hb.] 



□• Vorderfliigel ohne weiBen Wurzelfleck, aber wenigstens 

mit Andeutung zweier schwarzer Querlinien, die wenig 

oder gar nicht gekriimmt sind; die Grundfarbe z. T. 

schwiirzlich, 

1. Die auBere schwarze Querlinie der Vorderfliigel ist 

kraftig, ganz gerade und geht von der Fliigelspitze 



bi 



s ztim Innenrande, die innere (proximale) Quer- 



linie ist hochst undeutlich, gleichmaBig und ziemlich 
stark saumwarts konvex gebogen, sowie von dem 
scharf markierten Discozellularfleck und der distalen 




gleich 





beide Fliigel oben 



dtinkel borkbraun (Spanisch Guinea) 

T. guineanum Strand 
2. Die auBere schwarze Querlinie der Vorderfliigel kann 
undeutlich sein, ist mehr oder weniger deutlich ge- 
bogen und endet nicht immer in der Fliigelspitze, die 
proximale Querlinie ist, wenn iiberhaupt erkennbar, 
nur ganz wenig gebogen und von dem Disco- 
zellularfleck weiter als von der distalen Querlinie ent- 
fernt; beide Fliigel oben rotlich- oder graulichbraun 
oder die vorderen schwarzlich, die hinteren grau. 
»») Farbung oben im Grunde rotlich oder gelblich braun 



oder rehfarbig, die lange schmale Afterbiirste ent 



3 



schieden dunkler, die schwarze 




Querlinie 



der Vorderfliigel scheint sich auf dem helleren Innen- 
randsfeld fortzusetzen, dieses vorn nicht silbrig 
begrenzt, der schwarze Discozellularfleck der Vorder- 
fliigel scharf hervortretend (Kamerun) 

T. Sjostedti Auriv. 
»,,) Vorderfliigel wenigstens im Wurzelf elde rein schwarz, 
saumwarts ein wenie heller, Hinterfliigel dunkel- 



grau 



em wenig 
Abdomen wie die 



Hinterfliigel mit kaum 
dunklerer Afterbiirste, die schwarze distale Quer- 
linie setzt sich nicht auf dem hellen Innenrandsfeld 



fort und dieses ist vorn nicht silbrig begrenzt, 



aus Mkatta mid Moroaoro in Deutsch Ost-Afrika, 



89 



ein schwarzer Discozellularfleck im Vorderfliigel 

kaum erkennbar (Kamerim) T. Graberi Dew. 

»».») Vorderfliigel dunkelbraun mit schwarzlicher und 




Beimischung, die gewohnliclien Quer- 
linien niir angedeutet u. zwar lauft die distale in den 
Vorderrand von der Spitze weit entfernt, ein un- 
deutlich hellerer, aiiBen fein liniensclinial schwarz 
begrenzter Querstreifen im Sanmfelde vorbanden, 
das undeutlich hellere Innenrandsfeld vorn durcb 
eine Silberlinie begrenzt. Die Grofie geringer als bei 
den beiden vorbergehenden Arten (Fliigelspannung 
34 mm) (Ost-Afrika) T. fuscum Auriv, 



Besclireibiing der Novitateu. 

(cf. auBerdem obige Tabelle.) 



Taragama nyassanum Strand n. sp, 

1 $ von N. Nyassasee, Konde-Unyika I. 1900 (F ii 1 1 e b o r n). 

Scbeint T. diflocyma Hamps. 1909 zu ahneln, aber die Tarsen 



sind nicht weiB^ wobl aber undeutlicb bellgraulicb geringelt, Thorax 
ist vorn mitten graiilich gefarbt statt einfarbig 5,deep rufous", die 
Bauchseite ist braungrau mit tiefscbwarzem Ring nahe dem Hinter- 
ende usw. 

Vorderfliigel rebfarbig, zwiscben den beiden Querlinien (-binden) 
(ausgenommen im Dorsalfelde) ein wenig dunkler, der weiBe Fleck 
an der Basis und die auBere Querbinde bis 1 mm breit und scbarf hervor- 
tretend; letztere jedocb binter der Rippe 3 linienscbmal und etwas 
verwiscbt, am Vorderrande dagegen am breitesten, zwiscben der Rippe 7 
und dem Vorderrande gerade und parallel zum Saum, von diesem um 
5 mm entfernt, zwiscben 7 und 6 ist eine ganz scbwacbe, saumwarts 
konvexe Kriimmung, dann wieder etwa gerade bis 5, erleidet da- 
selbst eine leicbte Verschiebung wurzelwarts, dann fast gerade bis zur 
Mitte des Feldes 3, biegt dann wurzelwarts um und erreicbt, eine ganz 



schwach wurzelwarts konvexe 




nimung bildend, 



den Innenrand 



unter einem spitzen Winkel imd in 11 mm Entfernung von der Fliigel- 
wurzel. Die proximale Querbinde oder -linie ist verwiscbt und scbmal, 
am Vorderrande jedocb eine bis 2 mm breite Erweiterung bildend; da- 
selbst ist sie von der auBeren Querbinde um 16,5 mm, langs der Rippe 8 
um 13,5, an der Rippe 2 um nur 15 mm von letzterer Binde entfernt, den 
Innenrand nicht erreichend. Discozellularfleck als ein auffallender 



Auf den sonst 

als 




nur 



tiefschwarzer, 2 mm langer Querstrich erscheinend. 
grauweiBlichen Hinterfliigeln tritt die braunliche 
eine in der Mitte 6 mm breite, an beiden Enden etwas schmalere Saum- 
binde auf. Palpen unten orangegelb, oben graulich. Antennen braun- 

35, die groBte Breite IG mm. 

Taragama misanum Strand n. sp. 

1 9 von Togo, Misahohe 1893 (E. B a u m a n n). 

Beide Fliigel dunkel rehfarbig mit violettlichem Anflug, Vorder- 





90 



Embrik Strand: Uber Lepidoptera 




im Saumfelde mit schwacher grau 





em en 




Querstrich 




der Basis sowie um den 
Discozellnlarfleck rotlich braungelb, der weiBe Wnrzelfleck ist scharf 
markiert und aaffallenderweise nach hinten und nach auBen am Innen- 
rande verlangert und daselbst mindestens 4 mm Lange erreichend; die 
auBere Querbindeist derjenigen des T. nydssanum Stid. ahnlich, anf dem 
Vorderrande etwa 1 mm breit, hinter der Rippe 3 nicbt halb so breit, 
aber doch scharf markiert, zwischen der Rippe 6 und dem Vorderrande 
gerade (an der Innenseite schwach wellig gebogen) und daselbst vom 
Saume um 4 mm entfernt^ auf 5 eine ganz schwache Knickung, im Felde 
3 eine scbwacbe. saumwarts gericbtete Kriimmung bildend und von 
da ab bis zum Innenrande fast gerade und auf letzterem um 9,5 mm von 
der Fliigelwurzel entfernt. Die proximale Querlinie ist nur vorhanden 
als ein kleines Fleckchen auf dem Costalrande, das 11,5 mm von der 
Fliigelwurzel entfernt ist, und von dem eine Fortsetzimg der Binde 
nur nocb bis Rippe 5 oder 4 sicb erkennen laBt und zwar als eine 

saumwarts konvexe Kriimmung, die vom Discozellularfleck 
um 2,5 mm entfernt ist. Auch die Hinterfliigel mit heller, aber ver- 

die in der Mitte um 5,5, an beiden Enden um 3 mm 






vom Saume entfernt ist. Die auBere Binde tritt unten auf beiden Fliigeln 
mindestens ebenso breit wie oben, aber kaum so scharf markiert auf, 
sonst sind unten keine Zeichnungen vorhanden; auf Costalrand und 
Saum etwas graugelbliche Bestaubung. Abdomen oben und unten so 
dunkel wie die HinterfliigeL Thorax grau mit braungelblichen Schulter- 

grau, die Palpen unten orangegelblich. Antennen eben- 
falls gelblich. Fliigellange 27 mm, groBte Breite 11,5 mm. 

Taragama Tessmanni Strand n. sp. 

1 (^ von Spanisch Guinea, Ntumgebiet 12. IV. 06 (G. T e s s - 





ra a n n). 



Vorderfliigel 



schwarzbraun mit 



schwach braun be- 



grauem , 
staubtem Costal-, Saum- und Innenrandsfeld, so daB die dunkle Grund- 
farbe als ein etwa dreieckiges, scharf begrenztes Feld iibrig bleibt, 
das den Hinterrandwinkel in einer Breite von 3 mm erreicht, wahrend 
es in den Vorderrand, daselbst von der Spitze um nur 1 mm entfernt, 
einen kaum 1 mm breiten und 3,5 mm langen Fortsatz entsendet 
und die Wurzel in einer Breite von etwa 2 mm erreicht; in 2,5 mm 
Entfemung von der Wurzel wird das dunkle Feld jedoch von einem 
rein weiBen, auffallenden, dreieckig-zahnformigen, nach vorn und innen 
gerichteten Fortsatz des grauen Dorsalfeldes eingeschnitten und da- 
durch bis um 1 mm verschmalert. Von der Mitte des Vorderrandes des 
dunklen Feldes entspringt ein schwarzer, zahnformiger, nach vorn ge- 
richteter Fortsatz, der jedoch den Costalrand nicht erreicht. Die Unter- 
seite der Vorderfliigel ist der Hauptsache nach wie die Oberseite ge- 
zeichnet, jedoch bei weitem nicht so scharf markiert, indem die Rand- 
folder ziemlich stark braunlich bestaubt sind; die Rippen heller als ihre 
Umgebung. Hinterfliigel oben hellbraun mit grauem Costal- undDorsal- 
feld und Andeutung eines schmalen grauen Saumfeldes; die Fransen 
im Analwinkel dunkelbraun, sonst wie die der Vorderfliigel braunlich 



aus Jlkatta und Morogoro in Deutsch Ost-Afrika. 



91 



Der ganze Korper braunlich grau, Riickenseite von Kopf und 
Thorax am hellsten grau, Palpen unten braunscliwarz ; die kleinen, 



grau. 







S cliiil t sr deck en s cli war zb r aim 




s 





er- 



um mebr als ibre Breite entfernt. Antennen grau, die Spitze der Kamme 
der Basalhalfte scbwarz. Flugelspannung 43, Fliigellange 19, 
lange 26 mm. 

Taragama ligniclusum Wlk. var, occidentale Strand n. var. 

Diese Art kommt aucb in Westafrika vor, wie mir ein aus Spanisch 



Guinea, 



Ntumgebiet 



2. V. 06 (G. T e s s m a n n) vorliegendes $- 



Exemplar beweist! Dies Exemplar weicbt jedoch von den 9 zum Ver- 
gleich vorliegenden Weibchen aus Siidaf rika durcb bellere Farbung ab ; 

halfte des Vorderrandfeldes braunlich bestaubt, jedoch mit gelblich- 
weiBen Rippen; Vorderfliigel im Grunde braunlichgrau, das bei der 
typischen Form hellere Langsfeld in der Costalhalfte laBt sich hier 
fast nur durch ihre Begrenzung erkennen und es beriihrt den Costalrand 



fast bis zum Ende des Feldes, ohne daB von dem bei der Hauptform 



vorkommenden schwarzen subcostalen 
Andeutung 



Langsstreifen 




auch 



nur 




vorhanden ist, die Rippen im Saumfelde hellgelblich. 
Thorax vorn nur wenig heller als in der Mitte, vorn mit dunklerem 
Langsstreifen, Bauch braun, sonst ist Abdomen in der Basalhalfte 
grauweiBlich, in der Endhalfte ockergelblich. Unterseite der Vorder- 
fliigel braun mit violettlichem Anflug und hellgelben Rippen, in der 
Basalhalfte (mit Ausnahme des Vorderrandfeldes) grauweiBlich. 
Fliigelspannung 77, Fliigellange 39 mm. 

Es ist ganz wahrscheinlich, daB diese Form gute Art ist, 

Taragama guineanum Strand n. sp. 

Ein Parchen aus Spanisch Guinea, $ von Nkolentangan, ^ von 

, Benitogebiet, 16. — 31. X. 06 (G. T e s s m a n n). 

$. Vorderfliigel braunlich schwarz, im Wurzelfelde am dunkelsten, 
Vorderrand schmal graubraunlich, die Fransen mit gelblichem Schimmer. 
Ein runder, tiefschwarzer Discozellularfleck ist in 10 mm Entfernung 
von der Wurzel vorhanden. Die innere schwarze Querlinie laBt sich zur 
Not (in gewisser Richtung gesehen) erkennen und ist vom Discozellular- 
fleck um 3,5, von der auBeren Querlinie um reichlich so weit entfernt 
und sie bildet eine stark saumwarts konvexe Kriimmung. Die auBere 
Querlinie ist gerade und ebenfalls wenig deutlich, langs der Rippe 5 
um 8 mm von dem Saume entfernt. In der Mitte zwischen dieser Quer- 
linie und dem Saume findet sich ein undeutlicher, braunlichgelber, 
etwa sechsmal gebrochener, zickzackformiger Streifen, der vorn die 
Rippe 8, hinten die Rippe 2 erreicht. Das hellgraubraunliche Dorsalfeld 
ist scharf begrenzt, vorn in der Basalhalfte ausgebuchtet, aber nicht 
gezahnt, nicht durch eine Silberlinie begrenzt und mitten 3,5 mm breit. 
— Unterseite aller Fliigel und Oberseite der Hinterfliigel borkbraun, 
einfarbig und so sind auch der Korper und die Extremitaten gefarbt; 
die kleinen Schulterdecken so dunkel wie die Wurzel der Vorderfliigel 
und nur ganz undeutlich heller eingefaBt. Flugelspannung 03, Fliigel- 
lange 31 mm. 



if 4mi 



Embrik Strand. 



^ sind, soweit an den nicht ausgezeichr 
fliigeln zu erkennen ist, diese ebenso wie die Vorderfliigel dunkel bork- 
braiin, insbesondere die vorderen mit einem beim $ nicbt vorhandenen 
und allerdings ganz scbwaclien rotlichen Schimmer. Im Saumfelde 
ist eine abnliche Zickzackzeiclinung wie beim $ vorbanden; wegen der 
Zeicbnung cf . die Tabelle oben p, 88, Korper und Extremitaten scheinen 



wie beim $ gefarbt zu sem; die raipen smd ] 
oben; die Afterbiirste unbedeutend dunkler. 



Fllig 




g^ 



22 mm. 




( 





Fliigelspannung 44, 

34 mm. 



Bemerkungen iiber einige bekannte 



Taragram a-Arten. 



Taragama poly dor mn Druce 



Weibcb 



s Ahnlicbkeit hat, es w 
Querlinie der Vorderfl 
eht, sondem hinter dei 



ap 



Winkel 



von dieser Linie kaum eine Spur vorbanden. Ob es sicb bier um eine 
andere Art oder um eine Aberration (ab. obliqua m.) von 




orum 



handelt, mochte ich nach dem einen Exemplar nicht 
zumal die Moglichkeit vielleicht nicht ansgeschlossen sein 
da6 die Etikettierung des Exemplars nicht richtig ist. 
scheint eine eigene Benennung dieser Form berechtigt zu sein. 

Taragama cristatum Stoll 

Aus der ehemaligen M a a s s e n ' schen Sammlung liegt ein mon- 
stioses (J vor, dessen rechter Hinterfliigel tief konkaven Saum hat, 
wahrend der linke Hinterfliigel normal ist. Dies Exemplar wiirde 




also in 

,, Africa mer." 



ger 



Tabelle 



m zwei 




hineinpassen ! Lokalitat : 



Taragama fuscum Auriv. 
AuBer einem aus Brit. 0. - Afrika, 

t^, das als Typ 




(F. Thomas) 



zeichnung gedient hat, liegt ein von derselben Lokalitat stammendes 
^ vor, das etwas abweicht, leider aber nicht so gut erhalten ist, dafi es 
sich mit Sicherheit erkennen laCt, ob hier eine neue Art vorliegt. Die 
Farbung ist heller, mehr rehbraunlich, was besonders an den Hinter- 
fliigel nauffallt; der Saum der Vorderfliigel erscheint etwas schrager 
und dieselben ein wenig spitzer.